Clinic Bel Etage
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Knie Operaionen in der Clinic Bel Etage Düsseldorf

Meniskuswrapping

Neue wissenschaftliche Studien unterstreichen immer mehr die Wichtigkeit eines gesunden Meniskus. Liegt eine Schädigung vor, wurde in der Vergangenheit aber auch heute noch eine Schälung der verletzten Struktur vorgenommen. Hierbei ist jedoch festzustellen, dass ein operativ verkleinerter Meniskus, nicht seine ursprünglich von der Natur angedachte Aufgabe gerecht werden kann. Nach einem solchen Eingriff besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf arthrotische Veränderungen des Kniegelenks. Mit einer neuen operativen Technik, dem sogenannten Meniskuswrapping, kann bei einem Riss, der entstandene Schaden nachhaltig repariert werden.

Warum ist der Meniskus für uns so wichtig und sollte um jeden Preis erhalten werden?

Das Knie ist ein äußerst komplexes Gelenk mit viel Verantwortung, wenn es um die uneingeschränkte Mobilität des menschlichen Körpers geht. Schnelle, unvorhergesehene Bewegungen muss es innerhalb kürzester Zeit analysieren und anschließend umsetzen. Für diese Aufgaben benötigt es unter anderem die Unterstützung eines möglichst intakten Meniskus. Der Meniskus, bestehend aus Innen- und Außenmeniskus hat dabei eine Reihe wichtiger Funktionen: Absorbieren von Bewegungsschocks, Gewährleistung der Grundstabilität, Verteilung der Lasten, Schmierung des Kniegelenks und Steuerung der neuromuskulären Funktion.

Chancen und Anwendung des Meniskuswrappings – Lösung bei vermeintlich irreparablen Menisken

Meniskusverletzungen treten in vielen verschiedenen Formen bei nahezu allen Altersklassen auf. Meniskusrisse haben aufgrund ihrer in der avaskulären Zone sitzenden Position schlechte Heilungschancen. Das bedeutet im Detail, dass der Meniskus in einem eher schlecht durchbluteten Teil des Körpers liegt. Eine selbstständige Regenration des Körpers bei einem solchen Defekt ist also äußerst gering.

Prozessablauf Meniskuswrapping

1) Der erste Schritt bei der operativen Wiederherstellung des Meniskus beinhaltet unter anderem die arthroskopische Begutachtung der Rissform. Im Anschluss geht es in erster Linie um die Anfrischung der Ruptur und die Entfernung überschüssiger und bereits abgetrennter Meniskusstruktur.

2) Nun geht es darum die Schädigung des Meniskus durch das Nähen des Risses und einer speziellen Kollagenmembran zu beheben.  Diese Schritte werden unmittelbar im betroffenen Gelenk durchgeführt und erfolgen mit einer Spike Zange.

3) Nach der Platzierung der Circumferentialnaht, kann die Membran und der präparierte Meniskus durch den Operateur perfekt versorgt werden. Diese Versorgung erfolgt in Form einer Fixation des Meniskus mit der Membran durch mehrere Nähte, die mithilfe der Inside-out-Technik gesetzt werden. Ziel dabei ist es den gesamten Meniskus mit der Kollagenmembran zu umschließen.

Häufig gestellte Fragen
Mit welchen Kosten ist das Meniskuswrapping verbunden?

Die operative Technik führt für Patienten zu keinen Extrakosten.

Wie lange sollte das operierte Bein nach dem Eingriff entlastet werden?

In den ersten 14 Tagen ist lediglich eine Teilbelastung des betroffenen Beins zu empfehlen, anschließend kann das Knie wieder frei bewegt werden.

Wird nach der Operation eine Schiene zur Unterstützung benötigt?

Nach dem Meniskuswrapping ist keine Schienung des operierten Knies notwendig.

Sind besondere Komplikationen im Hinblick auf das Meniskuswrapping bekannt?

Beim Meniskuswrapping handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der in der Regel ohne Komplikationen verläuft.

Sind allergische Reaktionen auf die bei der Operation verwendeten Membrane bekannt?

Es sind keine allergischen Reaktionen im Bezug auf die Nutzung der Membrane benutzt. Sie bestehen aus dem gleichen Material wie die seit Jahren bei der Knorpelchirurgie verwendeten Membrane.

Wie hoch stehen die Erfolgschancen beim Meniskuswrapping?

Laut veröffentlichten Studien liegt Erfolgschance bei dieser Operationsmethode sehr gut. 90 Prozent der untersuchten Patienten, die nach 5 Jahren zur Kontrolluntersuchung erschienen, konnten sich über einen nach wie vor sehr stabilen und intakten Meniskus freuen. Eine weitere Begleiterscheinung der durchgeführten OP, ist zudem das erfolgreiche Vermeiden von Knorpelschäden, die sich nach einem Meniskusschaden in der Regel sukzessive entwickeln.

Empfiehlt sich ein Meniskuswrapping in Kombination mit einer Kreuzbandoperation?

Durch die hohe Belastung des Kniegelenks nach einem Kreuzbandriss, empfiehlt sich das Meniskuswrapping bei einer Kreuzband-OP. Durch diese zusätzliche Maßnahme wird die Stabilität des betroffenen Knies bedeutend gesteigert.

Wie lange dauert die minimalinvasive Operation durchschnittlich?

Eine Operation dieser Form kostet den Operateur in der Regel 45-70 Minuten.

Dr. (TR) Hüseyin Senyurt

Chefarzt für Orthopädie,
Wiederherstellungs­chirurgie & Sportmedizin

Oleh Maykan

Facharzt für Orthopädie und
wiederherstellende Chirurgie

Gerne beraten wir Sie ausführlich

Weitere Maßnahmen zur Prostatakrebsprävention

Neben einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung gibt es weitere wichtige Maßnahmen, die zur Verringerung des Risikos von Prostatakarzinomen beitragen können. Priv.-Doz. Dr. Witt betont die Bedeutung eines gesunden Schlafrhythmus und die Reduktion von Stress, da chronischer Stress das Immunsystem schwächen und Entzündungen fördern kann. Der Verzicht auf schädliche Umweltstoffe, wie Chemikalien und Pestizide, und der Schutz vor UV-Strahlung sind ebenfalls entscheidend. Zusätzlich können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, wie Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren, unterstützend wirken, wenn sie in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und frühzeitige Erkennung spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Durch eine Kombination dieser Maßnahmen und einen bewussten Lebensstil kann die Prävention von Prostatakrebs erheblich verbessert werden.

Fortgeschrittener Prostatakrebs – Was jetzt?

Hier ist zu unterscheiden zwischen einem lokal (örtlich) fortgeschrittenem Befund und einer systemischen (den ganzen Körper betreffenden) Erkrankung.

Beim lokal fortgeschrittenen Tumor hat der Krebs die Grenze der Prostata überschritten und wächst in die Umgebungsstrukturen ein. Dies kann das Bindegewebe, Fettgewebe und Nervengewebe um die Prostata, die Samenblasen oder den Blasenhals umfassen. Andere Strukturen, wie z.B. der Enddarm sind selten beteiligt.

In solchen Fällen spielen lokale Therapieformen wie Operation oder Bestrahlung in der Behandlung oft eine entscheidende Rolle. Früher wurde in solchen Fällen oft nicht operiert. Durch ein besseres Verständnis der Tumorsituation und insbesondere durch den Einsatz der Roboterchirurgie ist es heute oft möglich, den Prostatakrebs auch in dieser Situation lokal operativ vollständig zu beseitigen, was die Langzeitaussichten verbessern kann.

Manchmal ist es sinnvoll, vor einer Prostatektomie eine medikamentöse Vorbehandlung für 4-6 Monate durchzuführen, um die Operabilität zu verbessern.

Sollten Absiedlungen (Metastasen) vorliegen, muss die Behandlungsstrategie sorgfältig abgewogen werden. Die typischen Absiedlungsorte beim Prostatakarzinom sind die regionalen (die Prostata betreffenden) Lymphknoten im kleinen Becken und das Stammskelett (Wirbelsäule, Rippe, Beckenknochen).

In diesem Fall ist zunächst eine Feststellung der Metastasenlast sinnvoll, um eine zielgerichtete Therapie durchführen zu können. Dies erfolgt am besten durch moderne Untersuchungsverfahren wie den PSMA-PET-Scan, der Tumoraktivität sowohl im Knochensystem als auch in den Lymphknoten gut nachweisen kann. Alternativ ist auch ein Ganzkörper-MRT möglich, um Veränderungen im Knochensystem genau zu erfassen. Die älteren Verfahren wie Knochenszintigraphie und CT des Bauchraumes treten zunehmend in den Hintergrund.

Es ist wichtig zu wissen, dass auch in fortgeschrittenen Fällen eine erfolgreiche Therapie möglich ist und die Lebenserwartung nicht zwangsläufig negativ durch die Krebserkrankung beeinflusst wird.

Diagnose Prostatakrebs – Was jetzt?

Sollte bei Ihnen bereits die Diagnose Prostatakarzinom gestellt worden sein, ist die Erstellung eines individuellen Behandlungskonzepts notwendig. Beim Prostatakarzinom stehen nach den Leitlinien verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Nicht immer ist eine örtliche Behandlung (Operation oder Bestrahlung) erforderlich.

Die operative Behandlung des Prostatakarzinoms ist in vielen Fällen eine sehr gute Option, sowohl bei lokal begrenztem als auch bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs. Welche Therapie in Ihrem Fall die Beste ist, hängt von vielen individuellen Faktoren ab, darunter die Tumorsituation, Vorbehandlungen, Voroperationen, Begleiterkrankungen und das Alter. Auch persönliche Präferenzen werden berücksichtigt.

Wir beraten Sie hierzu individuell und ausführlich.

Verdacht auf Prostatakrebs – Was jetzt?

Sollte bei Ihnen der Verdacht auf ein Prostatakrebs, z.B. durch Ihren Hausarzt geäußert worden sein, untersuchen und beraten wir Sie gerne über die nächsten Maßnahmen.

Häufig führen ein erhöhter PSA-Wert oder ein auffälliger Tastbefund der Prostata zur Verdachtsdiagnose Prostatakarzinom. Die Erkrankung wird durch eine Probenentnahme aus der Prostata festgestellt.

Vor der Probenentnahme, auch Biopsie genannt, sollten allerdings weitere Maßnahmen durch den Urologen erfolgen. Hierzu gehören eine körperliche Untersuchung, ein Ultraschall, eine Urinuntersuchung und ggf. weitere Blutuntersuchungen.

Bis vor wenigen Jahren war es üblich, die Prostata systematisch vom Enddarm unter Ultraschallkontrolle zu biopsieren. Diese Vorgehensweise ist jedoch heutzutage nicht mehr zeitgemäß.

Vor der Probenentnahme sollte zunächst ein multiparametrisches MRT der Prostata durchgeführt werden. Dabei können auffällige Bereiche erkannt werden, die unabhängig vom Untersucher anhand verschiedener Parameter klassifiziert werden. Die Einteilung erfolgt nach dem PI-RADS (Prostate Imaging – Reporting and Data System). Die höhergradigen Veränderungen (PI-RADS 4 und 5) müssen im Rahmen der Biopsie besonders beachtet werden.

Für die Probenentnahme werden dann die MRT-Bilder mit dem Ultraschallgerät fusioniert. Hierdurch kann dann eine sehr genaue Biopsie durchgeführt werden. Bei uns erfolgt diese perineal, das heißt vom Damm aus. Dadurch sind Entzündungen nach der Probenentnahme, im Gegensatz zur ansonsten noch häufig üblichen Biopsie vom Enddarm, sehr selten.

Das Ergebnis der Biopsie liegt bei uns kurzfristig vor und wird dann mit Ihnen diskutiert, um einen Behandlungsplan zu erstellen.

Statistiken und Fakten

Prostatakrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Männern in Europa und anderen hochentwickelten Ländern der Erde. In Deutschland erkranken jährlich fast 70.000 Männer neu an Prostatakrebs. Die teilweise vertretene Auffassung, Prostatakrebs sei meistens harmlos („Männer sterben mit Prostatakrebs, aber nicht an Prostatakrebs“), ist irreführend, denn pro Jahr sterben in Deutschland auch ca. 15.000 Männer an Prostatakrebs.

Prostatakrebs ist meistens eine langsam wachsende Tumorerkrankung. Daher ist immer Zeit für eine sorgfältige Diagnostik und folglich ein individuelles Abwägen der Therapie.

Bei früher Erkennung der Prostatakrebserkrankung sind die Behandlungsaussichten sehr gut, und die 5-Jahres-Überlebensraten liegen fast bei 100%.

Symptome und Früherkennung

Die Früherkennung von Prostatakrebs ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.

In frühen Stadien, also in Situationen, in denen eine Therapie mit heilender Zielsetzung am besten möglich ist, verursacht das Prostatakarzinom üblicherweise keine Beschwerden.

Mögliche Symptome sind: Schwierigkeiten beim Urinieren, häufiger Harndrang (besonders nachts), Blut im Urin oder Sperma sowie Schmerzen im Beckenbereich.

Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen, einschließlich PSA-Tests und digitale Rektaluntersuchungen, sind besonders wichtig bei vorhandenen Risikofaktoren und in der Altersgruppe zwischen 45 und 75, betont Dr. Witt.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen von Prostatakrebs sind unklar. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken. Erkrankungen vor dem 35. Lebensjahr sind sehr selten. Früherkennungsmaßnahmen werden, je nach Literatur, für Männer zwischen 45 und 70 oder 75 empfohlen.

Risikofaktoren sind familiäre Häufung und dunkle Hautfarbe (schwarzafrikanischer Hintergrund). Auch der Lebensstil spielt, wie bei anderen Krebserkrankungen und gutartigen Erkrankungen, sehr wahrscheinlich eine Rolle.

Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an tierischen und hoch verarbeiteten Produkten erhöht das Risiko einer Erkrankung und beeinflusst wahrscheinlich auch den Krankheitsverlauf negativ. Ein guter Fitnesszustand, sowohl kardiovaskulär als auch in Bezug auf die Muskulatur, ist vorteilhaft.